fbpx

Hinweis: Das neue Defizitausgleichsverfahren der Stadt München startet am 1. September 2024. Details und Preise für das Kita-Jahr 24/25 folgen bald.

24. Januar 2024

Der Kita-Gruppenraum als „Dritter Erzieher“: Wie Wohlfühlräume die Entwicklung der Kinder fördern

Ein Interview mit Frederieke Stehle, Geschäftsleitung NRW bei Kitarino.

Liebe Frederieke, bei Kitarino ist die räumliche Gestaltung der Kindertagesstätten ein zentrales Element. Könntest du uns mehr darüber erzählen, wie die Räume so gestaltet sind, dass sie als „Dritter Erzieher“ fungieren?

Natürlich, gerne. Bei Kitarino betrachten wir den Raum als einen entscheidenden pädagogischen Akteur, als den „Dritten Erzieher“. Das bedeutet, dass die Kinder und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt der Raumgestaltung stehen. Das Kind agiert als „Erster Pädagoge“, von dem aus Impulse zur Raumgestaltung ausgehen. Die pädagogische Fachkraft, als „Zweiter Erzieher“, hat die Aufgabe, diese Impulse aufzugreifen, zu sortieren und in konkrete räumliche Bestandteile umzusetzen.

Das klingt nach einer aktiven Beteiligung der Kinder an der Raumgestaltung. Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie diese Partizipation umgesetzt wird?

Gerne. Die Kinder sind aktiv in die Raumgestaltung eingebunden. Der Raum ist nicht statisch, sondern wird den aktuellen Lebens- und Spielsituationen angepasst. Dieser Ansatz ermöglicht den Kindern die größtmögliche Freiheit der Betätigung im Raum. Die pädagogischen Fachkräfte haben die wichtige Rolle, die Kinder in diesem Prozess anzuleiten und die richtigen Impulse für eine kindgerechte Gestaltung zu setzen.

Gibt es spezielle Konzepte für die Raumnutzung bei Kitarino?

Ja, die Raumnutzung bei Kitarino ist modular aufgebaut. Das ermöglicht verschiedene Arten von Beschäftigungen, wie offene Arbeit, Atelier, Lernwerkstatt sowie Rückzugsräume. Diese Konzepte werden flexibel an die Interessen, Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder angepasst. Ein Ziel ist es, eine vorbereitete Umgebung mit hohem Aufforderungscharakter zu schaffen, in der die Selbstbildung der Kinder im Vordergrund steht.

Wie sieht die Raumgestaltung ganz konkret für den Kita-Alltag aus? Welche besonderen Bereiche gibt es, die die Kinder zur aktiven Gestaltung einladen?

Neben einer gemütlichen Leseecke und kreativen Bastelstationen legen wir großen Wert auf eine Bauecke, in der die Kinder ihre kreativen Bauprojekte umsetzen können. Zudem gibt es Puppenecken, die zum Verkleiden einladen und soziale Interaktionen spielerisch fördern. Ein weiterer besonderer Bereich sind unsere mit hochwertigen Materialien ausgestatteten Ateliers, in denen die Kinder ihre feinmotorischen Fähigkeiten (weiter)entwickeln und künstlerische Talente entdecken können. Alle Spiel- und Bastelmaterialien sind dabei in Augen- und Griffhöhe der Kinder platziert, sodass sie sich jederzeit selbstständig Spielsachen und Co. aus den Regalen nehmen können.

Das klingt nach einer sehr durchdachten und flexiblen Herangehensweise. Wie reagieren die Kinder auf diese aktive Beteiligung an der Raumgestaltung?

Die Kinder reagieren äußerst positiv. Sie fühlen sich durch die Mitgestaltung des Raums nicht nur in ihrer Selbstständigkeit und Kreativität gefördert, sondern auch ernstgenommen. Die Flexibilität der Räume ermöglicht es den Kindern, ihre Interessen und Ideen aktiv zu leben, was zu einer lebendigen und inspirierenden Lernumgebung führt.

Vielen Dank, Frederieke, für diese Einblicke in die aktive Beteiligung der Kinder an der Raumgestaltung. Es zeigt, wie sehr Kitarino die Bedürfnisse und Potenziale der Kinder in den Mittelpunkt stellt.

Du möchtest noch mehr über Kitarino, unsere Wohlfühlräume und unsere Pädagogik erfahren? Dann schau doch einmal hier vorbei: https://kitarino.net/kita-alltag