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Hinweis: Das neue Defizitausgleichsverfahren der Stadt München startet am 1. September 2024. Details und Preise für das Kita-Jahr 24/25 folgen bald.

1. September 2023

Einblick in die Eingewöhnung bei Kitarino: Interview mit Julian Akdemir

Eine sanfte Eingewöhnung in die Kindertagesstätte – Ein Interview mit Julian Akdemir, Geschäftsleiter Bayern von Kitarino.

Wie erfolgt die Eingewöhnung grundsätzlich bei Kitarino? Gibt es einen besonderen Plan für alle Tage?

Die Eingewöhnung ist ein zentraler Schritt für uns, um den Übergang des Kindes von der familiären Umgebung in unsere Kita so sanft wie möglich zu gestalten. Unser Eingewöhnungsmodell orientiert sich an bewährten Konzepten wie dem Berliner Modell, wird aber individuell an die Bedürfnisse jedes Kindes angepasst. Es gibt eine klare Struktur und einen Ablaufplan für die Eingewöhnungstage, wobei der Fokus darauf liegt, das Kind schrittweise an die neue Umgebung und die pädagogischen Fachkräfte heranzuführen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Krippe und Kindergarten?

Die Eingewöhnung in der Krippe und im Kindergarten folgt grundsätzlich denselben Prinzipien, jedoch gibt es altersgerechte Anpassungen. In der Krippe steht die individuelle Bindung zwischen dem Kind und der Bezugsperson im Vordergrund, während im Kindergarten schon stärker soziale Interaktionen und Gruppenaktivitäten eingebunden werden.

Wie wird die Eingewöhnung organisiert?

Die Eingewöhnung erfolgt in enger Abstimmung zwischen den Eltern, unseren pädagogischen Fachkräften und dem Kind. Sie beginnt mit einem Erstgespräch, in dem wir die Bedürfnisse des Kindes und der Familie kennenlernen. Anschließend verbringt das Kind schrittweise Zeit in unserer Kita, gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson, um eine sichere Bindung aufzubauen. Diese Phase der spielerischen Annäherung ermöglicht es dem Kind, die neuen Eindrücke positiv zu erleben.

Welche besonderen Herausforderungen birgt die Eingewöhnung in einer neu eröffneten Kita?

Die Eingewöhnung in einer neu eröffneten Kita bringt sowohl für die Kinder als auch für das pädagogische Team besondere Herausforderungen mit sich. Da alle Kinder gleichzeitig starten, müssen wir die Kinder in kleinere Gruppen aufteilen. Ein Teil kommt dann am Vormittag zur Eingewöhnung, der andere Teil am Nachmittag. Gleichzeitig kennen sich die Kinder und das Team noch nicht, wodurch eine besonders einfühlsame Herangehensweise und eine starke Teamarbeit gefragt sind, um die Kinder bestmöglich aufzufangen.

Worin liegen die größten Unterschiede zwischen der Eingewöhnung in einer bestehenden Kita zur Eingewöhnung in einer neu eröffneten Kita?

In einer neu eröffneten Kita sind sowohl die Kinder als auch das pädagogische Team neu und stehen vor der Herausforderung, sich gleichzeitig kennenzulernen. Es gibt noch kein bestehendes Gefüge innerhalb der Gruppe. Außerdem starten alle Kinder gleichzeitig mit der Eingewöhnung, was einfach sehr viel ist. Im Gegensatz dazu sind in einer bestehenden Kita bereits Beziehungen zwischen den pädagogischen Fachkräften und eventuell schon bekannten Kindern vorhanden, was die Eingewöhnung erleichtert. Darüber hinaus beginnen weniger Kinder zum Start des Kita-Jahres ihre Eingewöhnung. Auch das gestaltet die Situation leichter, da diese wenigen Kinder in eine bereits bestehende Gruppe eingewöhnt und integriert werden können. 

Wie bereitet ihr das Team auf die Eingewöhnung vor?

Die Vorbereitung unseres Teams auf die Eingewöhnung ist essenziell. Vorab schaffen wir ein gemeinsames Verständnis für unser Eingewöhnungsmodell und betonen die Bedeutung einer sensiblen Begleitung. Teaminterne Workshops, Austausch über bewährte Praktiken und Schulungen im Bereich der Bindungstheorie sind ein fester Bestandteil unseres Vorbereitungsprozesses.

Welche Tipps gebt ihr Eltern, die ihr Kind in einer neuen Kita eingewöhnen?

Wir empfehlen den Eltern, von Anfang an in engem Kontakt mit uns zu stehen und sich aktiv in die Eingewöhnung einzubringen. Dabei ist es wichtig, die eigene Unsicherheit zu teilen und auf die Bedürfnisse des Kindes zu achten. Geduld, Vertrauen in unser Eingewöhnungsmodell und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit sind Schlüssel für eine erfolgreiche Eingewöhnung.

Wie geht ihr damit um, wenn Eltern ganz individuelle Pläne für eine Eingewöhnung wünschen?

Wir sind offen für individuelle Wünsche der Eltern und berücksichtigen diese im Rahmen unserer Möglichkeiten. Ein offener Dialog ist hierbei unerlässlich, um gemeinsam eine Lösung zu finden, die sowohl den Wünschen der Eltern als auch den Bedürfnissen des Kindes gerecht wird. Dabei steht immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt unserer Überlegungen.

Vielen Dank, Julian Akdemir, für diese Einblicke in die Eingewöhnung bei Kitarino.

Weitere Informationen zu unserer Pädagogik und der Umsetzung im Kita-Alltag findet ihr hier: https://kitarino.net/kita-alltag